BIOGRAFIE

Markus Stenz gilt als einer der führenden Dirigenten unserer Zeit und hatte vielfach hochkarätige Positionen inne, darunter als Chefdirigent des Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, Erster Gastdirigent des Baltimore Symphony Orchestra und zuletzt Conductor in Residence beim Seoul Philharmonic Orchestra. Er war elf Jahre lang Generalmusikdirektor der Stadt Köln und Gürzenich-Kapellmeister und dirigierte Mozarts Don Giovanni, Wagners Ring-Zyklus, Lohengrin, Tannhäuser und Die Meistersinger von Nürnberg, sowie Janáčeks Jenůfa und Katya Kábanová sowie Eötvös' Liebe und andere Dämonen.

Sein Operndebüt gab Stenz 1988 am Teatro La Fenice in Venedig. Es folgten mehrere sehr erfolgreiche Arbeiten mit dem Orchester, darunter eine Neuproduktion von Wagners Der fliegende Holländer in der Saison 2022/23, Strauss‘ Ariadne auf Naxos in 2023/24. Für 2026 ist ein neuer Lohengrin geplant.

Im Jahr 2018 dirigierte Stenz Schrekers Die Gezeichneten an der Bayerischen Staatsoper München. In diesem Jahr fand auch die Uraufführung von Kurtágs Fin de partie am Teatro alla Scala Mailand statt, wo er in der gleichen Spielzeit Strauss Elektra dirigierte. Es folgten Aufführungen von Kurtág an der Niederländischen Nationaloper und die französische Erstaufführung des Werks an der Opéra National de Paris.

Zu den jüngsten symphonischen Höhepunkten zählen sein Debüt mit dem Orchestra dell'Academia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, mehrere Auftritte mit dem New Japan Philharmonic Orchestra und regelmäßige Besuche bei drei Orchestern, bei denen er zuvor tätig war: Netherlands Radio Philharmonic Orchestra, Seoul Philharmonic Orchestra und Gürzenich Orchester Köln. Mit letzterem erhielt er die Auszeichnung „Bestes Konzertprogramm der Saison“ und initiierte eine Reihe von Jugend- und Bildungsprojekten wie „Experiment Klassik“, „3. Akt“ und das Live-Aufnahmeprogramm „GO live“.

Seine umfangreiche Diskografie umfasst zahlreiche preisgekrönte Aufnahmen, darunter den Gesamtzyklus der Sinfonien Gustav Mahlers mit dem Gürzenich-Orchester, wobei die Sinfonie Nr. 5 mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde; Strauss' Don Quijote und Till Eulenspiegel erhielten beide einhelliges Kritikerlob, gefolgt von einer ebenso gefeierten Aufnahme von Schönbergs Gurreliedern, die 2015 erschien und bei den Gramophone Awards 2016 mit dem Choral Award ausgezeichnet wurde. Markus Stenz studierte an der Hochschule für Musik in Köln bei Volker Wangenheim und in Tanglewood bei Leonard Bernstein und Seiji Ozawa. Er wurde mit einem Ehrenstipendium des Royal Northern College of Music, Manchester, und der „Silbernen Stimmgabel“ des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.