HUNDERT JAHRE NACH MAHLER

Eine WDR3 Gesprächsrunde zu Mahlers 100. Todestag

Rückblick auf ein Jahrhundert ohne und mit Gustav Mahler - mit Hans Winking

Am 18. Mai 1911 starb Gustav Mahler in Wien. "Jetzt hat er drinnen Ruhe. Dem war auch alles zu klein!", kommentiert ein Passantin, als der Sarg an ihr vorbei zum Friedhof von Grinzing getragen wird. Mahlers Wirkungsstätte bis 1907, wo er Aufführungsgeschichte geschrieben hat, die Wiener Hofoper, kümmert sich nicht um den prominenten Toten – die Stadt Wien reagiert ebenfalls nicht, ebenso der Hof. Aber die Menschen säumen zu Hunderten seinen letzten Weg; die gesamte Kunstprominenz der Kulturmetropole hat sich versammelt. Dann, ab 1938 ist alles vorbei: Der Jude Mahler steht auf dem Index der Nationalsozialisten; und nach 1945 beginnt nur zögernd eine Wiederbelebung, die dann erst seit den 1960er Jahren aufblüht. Dieses Auf und Ab mit und ohne Mahler wird in WDR 3 Forum reflektiert, das sich dem Komponisten, Dirigenten, Opernintendanten, Familienvater, Ehemann und Denker Gustav Mahler annähert.

Es diskutieren: Eleonore Büning, FAZ und WDR 3 Klassik Forum
Jens Malte Fischer, Wissenschaftler und Autor, u.a. einer großen Mahler-Biographie
Markus Stenz, Generalmusikdirektor Köln
Johannes Bultmann, Intendant Essener Philharmonie

Aufnahme vom 15. Mai 2011 aus der Philharmonie Essen. Sendetermin: 22. Mai 2011 um 19:05

> WDR3 Forum