MÄRZ-TERMINE 2017

San Diego und Rückkehr zum Gürzenich-Orchester Köln

Der März beginnt für Markus Stenz in weiter Ferne: in Kalifornien. Dort dirigiert er am 3., 4. und 5. März das San Diego Symphony Orchestra. Auf dem Programm steht eine Kombination aus eeinem der leidenschaftlichsten und dunkelsten Violinkonzerte des 20. Jahrhunderts, dem Violinkonzert Nr. 1 von Dmitri Schostakowitsch (Solist: Augustin Hadelich) und einem der weltbekanntesten sinfonischen Werke, der 5. Sinfonie von Ludwig van Beethoven, die mit den wohl berühmtesten vier Noten beginnt. Das Konzert wird eröffnet mit der selten zu hörenden Leonoren-Ouvertüre Nr. 2, ebenfalls von Ludwig van Beethoven. Beethovens Oper "Fidelio", zunächst als "Leonore" betitelt, ist wohl die einzige Oper, die vier Ouvertüren vorweisen kann. Die bei den Konzerten in San Diego gespielte 2. Ouvertüre ist auch die der Premiere von "Leonore" in Wien 1805.


3. März 2017 | 20.00 Uhr | San Diego | Jacob Music Centre
4. März 2017 | 20.00 Uhr
5. März 2017 | 14.00 Uhr


San Diego Symphony Orchestra
Augustin Hadelich Violine
Markus Stenz Dirigent


Ludwig van Beethoven: Leonoren-Ouvertüre Nr. 2 op. 72a
Dmitri Schostakowitsch: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 77
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67 „Schicksalssinfonie“

 

> ausführliche Informationen zum Programm (auf Englisch)


Zurück in höchst vertrautes Terrain geht es dann Ende März, wenn drei Konzerte mit dem Gürzenich-Orchester Köln anstehen, dem Orchester, dessen Kapellmeister  Markus Stenz elf Jahre war. Zehn Jahre davon war er zudem Generalmusikdirektor der Stadt Köln. Erstmals nach seinem Abschied 2014 steht Markus Stenz wieder am Pult des Gürzenich-Orchesters – und bleibt der Liebe zu Joseph Haydn treu. Er dirigiert die »Lamentatione«-Sinfonie, in der Haydn Motive aus traditionellen österreichischen Passionsspielen zitiert. Keine Haydn-Sinfonie sei „tragischer, keine im Wesen emotionaler (und daher romantischer)«, schwärmte der Haydn-Forscher H. C. Robbins Landon. William Waltons 1. Sinfonie scheint dagegen direkt aus dem Leben gegriffen. In drei aufwühlenden Sätzen verarbeitet Walton eine stürmische und unglückliche Liebesaffäre und jubelt in einem großen Finale allen Liebesschmerz hinweg. Jacques Ibert schlägt in seinem Flötenkonzert coolere Töne an: Die Formensprache des Barock trifft auf den Sound des 20. Jahrhunderts, Jazz-Anklänge inbegriffen. (Solistin: Alja Velkaverh, Solo-Flötistin des Gürzenich-Orchesters Köln).


26. März 2017 | 11.00 Uhr | Köln | Kölner Philharmonie
27. März 2017 | 20.00 Uhr
28. März 2017 | 20.00 Uhr


Gürzenich-Orchester Köln
Alja Velkaverh Flöte
Markus Stenz Dirigent


Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 26 d-Moll „Lamentatione“

Jaques Ibert: Konzert für Flöte und Orchester
William Walton: Sinfonie Nr. 1 b-Moll